Der Klügere liest rot.

Francesca

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Unser Studiertier Christina ist 22 Jahre alt und studiert Buchwissenschaft und Ökonomie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Bei utb absolviert Christina ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Christina stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind – und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Christina hast oder selbst vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Studiertier trifft Francesca

Francesca ist 22 und studiert Fitnessökonomie in Saarbrücken. Studiertier hat sie sich geschnappt und fragt…

 1. Sport ist Mord – für dich scheint das offensichtlich nicht zu gelten. Wie bist du dazu gekommen, Fitnessökonomie zu studieren?

Nein, auf mich trifft das Motto wirklich nicht zu. Sport ist für mich reine Erholung. Es hilft mir vor allem beim Stressabbau und dient als Ausgleich zu meiner Arbeit und dem Studium. Auf den Studiengang bin ich zufällig über ein Fitnessstudio aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich mich über die Studieninhalte und den Ablauf informiert. Da Sport und Fitness schon immer zu meinem Leben und meinen Interessen zählte, kam dann eins zum anderen.  

2. Sind deine Kommilitonen alle durchtrainierte Bodybuilder? Oder kann man auch als Durchschnittsmensch Fitnessökonomie studieren?

Bestimmt ist die Zahl an Bodybuildern oder auch Leistungssportlern in diesem Studiengang prozentual gesehen höher als in sportfremden Studiengängen. Dennoch gibt es genauso viele „Otto-Normal-Studenten“  –  davon darf man sich nicht abschrecken lassen. In meinem Kurs ist – übertrieben dargestellt – vom „Über-Sportler“ bis zum „Anti-Sportler“ alles vertreten. Man darf nicht vergessen, dass der Studiengang nicht rein aus Fitness besteht, sondern ebenfalls schwerpunktmäßig Ökonomie beinhaltet.  

3. Dual studieren – in deinem Fall bedeutet das, dass du  35 Stunden die Woche arbeitest und dir die Studieninhalte nebenbei aneignest. Wie genau läuft  das ab und wie bekommt man beides gleichzeitig hin ohne durchzudrehen?

Mein Studium ist ähnlich wie ein Fernstudium aufgebaut. Das bedeutet, dass ich 35 Stunden in der Woche arbeite – teilweise auch am Wochenende. Alle 6-8 Wochen bin ich für 3-4 Tage an der Uni. Zu Semesterbeginn bekommt jeder Student das Studienmaterial per Post zugeschickt. Das Material besteht aus 2-3 gefüllten Ordnern, die Studienbriefe passend zu einzelnen Modulen beinhalten. Neben der Arbeit muss ich diese Studienbriefe dann selbstständig durcharbeiten. Zwei Wochen vor der Präsenzphase wird anhand eines Online-Tests das angeeignete Wissen überprüft. Mit Bestehen des Tests wird man automatisch zur Uni zugelassen. Während der Präsenzphase werden dann schwerpunktmäßig die Inhalte des Studienbriefs durchgesprochen und vertieft. Danach folgt dann entweder am Ende des letzten Tages eine Klausur oder es steht eine Einsendeaufgabe (ähnlich einer Hausarbeit) mit einer 2-wöchigen Bearbeitungszeit an. Natürlich ist es anstrengend neben der Arbeit noch zusätzlich für die Uni zu lernen oder Aufgaben zu bearbeiten. Es gibt sicherlich Momente in denen meine Motivation den Null-Punkt erreicht. Manchmal ist einfach alles zu viel. Aber wie es mit allem so ist, ist es reine Gewohnheitssache. Gerade bei einer Einsendeaufgabe hat man das Gefühl an seine Grenzen zu gelangen. In den 2 Wochen Bearbeitungszeit bleibt nicht mehr viel Freizeit neben der Arbeit und der Bearbeitung der Aufgabe übrig. Da liegen gerne mal die Nerven blank, aber danach kann man wieder durchatmen und hat mehr Zeit.  

4. Bereust du es manchmal, dass du dich für ein duales Studium und nicht nur für die Universität entschieden hast?

Jein. Manchmal wäre ich schon gern an einer normalen Uni. Beides hat seine Vorzüge. Ein duales Studium ist wie erwähnt teilweise sehr anstrengend und eine Doppelbelastung. Jedoch besteht der Vorteil darin, dass man gleichzeitig Berufserfahrung sammelt, Geld verdient und es sehr praxisnah ist. Das normale Studentenleben bleibt dabei jedoch auf der Strecke. Es gibt keine Semesterferien, man ist weniger mit Gleichaltrigen in Kontakt, die typischen Studentenpartys fehlen, etc. Das ist wirklich schade, aber ansonsten bin ich zufrieden mit meiner Wahl.  

5. Was ist dein Trick, wenn du mal keine Lust hast zu trainieren? Und wie motivierst du Mitglieder, bei denen der Ansporn verloren gegangen ist?

Jeder kennt diese Tage, an denen man einfach keine Lust auf Sport hat. Man muss sich dann immer wieder seine Ziele vor Augen halten und auch klarmachen, warum das Training gut für einen ist. Das sage ich auch immer den Studienmitgliedern. Meistens steckt nämlich nur der altbekannte Schweinehund dahinter und es gibt keinen triftigen Grund nicht zu trainieren. Wenn man das verinnerlicht hat, fällt es einem auch leichter sich für das anstrengende Training zu motivieren. Außerdem gibt es kein besseres Gefühl als sich nach einem erfolgreichen Training auf die Couch zu lümmeln. So macht der verdiente Feierabend auch viel mehr Spaß und man kann stolz auf sich sein. :)