Der Klügere liest rot.

Jaro

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Unser Studiertier Faye ist 24 Jahre alt und studiert Germanistik und Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen. Bei utb absolviert Faye ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Faye stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind - und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Faye hast oder selbst vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Studiertier trifft Jaro

Jaro ist 27 Jahre alt und studiert Informatik und Wirtschaftswissenschaften fürs Berufsschullehramt im Bachelor of Education an der Uni Paderborn. Er schreibt gerade an seiner Bachelor-Arbeit, aber das Studiertier durfte ihn dabei stören und ihn mit Fragen löchern...

1. Als gelernter Informatikkaufmann hast du nach der Ausbildung noch ein Studium der Informatik und Wirtschaftswissenschaften begonnen. Wie ist es nun für dich, das Gelernte nicht mehr direkt anzuwenden, sondern die Theorie zu lernen? Macht dir die Praxis oder die Theorie mehr Spaß?

Die Theorie zu lernen ist natürlich notwendig, um in der Praxis dementsprechend etwas anwenden zu können. Ich finde es auch sehr interessant mich mit neuer weiterführender Theorie zu beschäftigen. Allerdings macht mir persönlich die praktische Anwendung des Gelernten mehr Spaß, sei es zuhause bei Übungsaufgaben oder in Gruppenarbeiten, in denen wir zum Beispiel neue Programme entwickeln können oder verschiedene Projekte zusammen bearbeiten. Da hat man einfach mehr Freiräume und dadurch kann man auch mehr mit eigenen Ideen arbeiten.

2. Für das Berufsschullehramt muss man doch bestimmt auch viel Didaktisches lernen – kann man als Informatiker überhaupt anders, als in Zahlen und Codes zu denken?

Für das Lehramt braucht man nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern natürlich auch Didaktik, um das Fachwissen weitervermitteln zu können. Als Lehramtsstudent muss ich deshalb mein fachliches Wissen mit didaktischen Theorien und Methoden etc. verbinden, um dann einen sinnvollen Unterricht gestalten zu können. Daher muss ich in meinem Studium über die Zahlen und Codes hinaus denken, um Fachliches dementsprechend mit Didaktischem verknüpfen zu können.

3. Du hast einige Praktika in Schulen absolviert und weißt aus deiner eigenen Ausbildung, wie der Alltag an einer Berufsschule aussieht. Wieso hast du dich für den Lehrerberuf entschieden?

Während meiner Ausbildung zum Informatikkaufmann war ich unter anderem im Anwendersupport tätig und musste verschiedenen Usern Hilfestellung zu unterschiedlichsten Problemen mit den IT-Systemen und der damit verbundenen Nutzung geben. Die Vermittlung dieses Wissens bzw. die Betreuung der Mitarbeiter bei auftretenden Problemen hatte mir an dieser Stelle schon den meisten Spaß gemacht. Daher habe ich mir am Ende meiner Ausbildung gedacht, wieso ich nicht weiter in diese Richtung gehen sollte und bin im Lehramt gelandet. Fachlich gesehen hat mir in meiner Ausbildungszeit ebenfalls die Verbindung zwischen Wirtschaft und Informatik gut gefallen. So bin ich auch zu dieser Fächerkombination mit Informatik und Wirtschaftswissenschaften gekommen und auch geblieben.

4. Neben deinem Studium betreibst du eine Minigolfanlage in einem Naherholungsgebiet, ist das für dich gleichzeitig eine gute Erholung vom stressigen Studienalltag?

Also einerseits ist es natürlich schön, sich mal mit etwas anderem, neben dem Studium  beschäftigen zu können, das gleicht den Studiumsstress etwas aus. Für meinen Studiengang muss man in den ersten Semestern und vor allem auch für den Informatikteil des Studiums sehr viel Zeit zum Lernen aufwenden und viele andere Freizeitaktivitäten bleiben dann manchmal auf der Strecke. Daher ist es gut, sich einen Nebenjob zu suchen, bei dem man auch mal vom normalen Studienalltag abschalten und etwas anderes machen kann. Andererseits ist die Arbeit an der Minigolfanlage auch ein Job wie jeder andere: Es bedeutet im Endeffekt einen kleinen Betrieb zu führen bzw. zu verwalten und dort verschiedene Arbeiten durchzuführen. Das reicht also von der Instandhaltung des Geländes, über das Bestellen von Waren auch bis hin zu „normalen“ Verwaltungstätigkeiten und der Buchführung. Insgesamt denke ich aber, dass es ein etwas anderer, interessanter und spannender Nebenjob ist.

5. Du schreibst gerade an deiner Bachelor-Arbeit – wie kann man sich das in deinen Fächern vorstellen, über welche Themen kann man da schreiben? Anschließend möchtest du den Master zu machen, weißt du schon was dich da erwartet?

Es kommt darauf an, in welchem Fach man seine Bachelor-Arbeit schreiben will. In Wirtschaftswissenschaften kann man sich über ein Portal bei den Professoren bewerben. Nach ein paar Wochen werden die Themen dann zugeteilt und anschließend hat man drei Monate Zeit, um die Arbeit zu schreiben. Im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich sind da die unterschiedlichsten Fragestellungen möglich, von Wirtschaftspädagogik bis hin zur Wirtschaftsinformatik.

Im Master wird es hoffentlich etwas entspannter, da wird der Fokus noch einmal auf die pädagogischen und didaktischen Themen gelegt und das meiste Fachliche ist nicht mehr ganz so anspruchsvoll wie zu Beginn des Bachelors. Ein Großteil des Masters besteht außerdem aus einem Praktikum  an einer Schule, sodass man vor dem Abschluss auf jeden Fall nochmal Praxiserfahrung sammeln und das bisher Gelernte anwenden kann.

Jaros Buchtipp

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Den Brückenkurs Informatik kann ich als Einstieg für die ersten Informatik-Vorlesungen empfehlen, zum Beispiel auch als Ergänzung zu den Vorbereitungskursen, die man vor dem Semester belegen kann. Durch den Band hat man schon mal die ersten Themen im Überblick und man kann sich mit den Grundbegriffen und -zusammenhängen vertraut machen.

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