Der Klügere liest rot.

Marion

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Unser Studiertier Megi ist 24 Jahre alt und studiert Germanistik an der Universität Mannheim. Bei utb absolviert Megi ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Megi stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind – und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Megi hast oder selber vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Studiertier trifft Marion

Marion ist 26 Jahre alt und studiert an der Universität Hohenheim Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie. Worum es da geht und wie es ihr gefällt, hat sie hier erzählt:

1. Was genau sind die Inhalte deines Studiums? Hat dein Studium mit der heiß diskutierten Energiewende zu tun? Welche Rolle spielt die globale Klimaerwärmung in deinem Studiengang?

Der Studiengang hat viele Inhalte. Es gibt Vorlesungen in Richtung Wirtschaftswissenschaften, Pflanzenanbau und Bodenkunde, Saatzucht und Biogasanlagen. Es werden Grundlagen in Mathematik, Physik und Chemie vermittelt und später kann man sich dann selbst seinen Schwerpunkt setzen. Hierbei kann man zwischen Agrarwirtschaft, Agrartechnik u.v.m. wählen, oder man hört einfach von allem ein bisschen. Die Energiewende ist klar ein Thema.

Die Klimaerwärmung und die Energiewende sollten nicht nur in meinem Studiengang eine Rolle spielen, aber hier lernt man, welche Auswirkungen sie haben können und auch schon haben. Es wird gezeigt wie die Energiemärkte reagieren und welche Konsequenzen es auf den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen hat.

Ich denke, die beiden Themen Energiewende und Klimaerwärmung bzw. Klimaveränderungen sind sehr wichtig für die kommenden Generationen und sicher Gründe dafür, dass dieser Studiengang entstanden ist.

2. Was sind die Voraussetzungen für ein solches Studium? Wo kannst du nach deinem Abschluss arbeiten? Ist das Studienfach sehr zukunftsrelevant?

Es gibt ein achtwöchiges Vorpraktikum, das Pflicht bei der Anmeldung ist und in einem landwirtschaftlichen Betrieb geleistet werden muss. Allerdings kann man dieses auch in den ersten Semestern nachholen. Ansonsten gibt es keine Voraussetzungen.

Für den Berufseinstieg bieten sich viele Firmen in unterschiedlichen Bereichen an. Da wäre zum Beispiel die EnBW, die einen eigenen Sektor für erneuerbare Energien hat und im Speziellen auch einen für Bioenergie. Oder die DEKRA, die verschiedene Aufgaben im Bioenergie-Sektor betreut. Ich persönlich arbeite studienbegleitend bei Maschinenringe Deutschland GmbH in Neuburg an der Donau und bin der Meinung, dass es viele Möglichkeiten und interessante Stellen gibt, wo man nach dem Studium arbeiten kann. Oder man studiert weiter und nutzt das große Angebot an Masterstudiengängen.

Ich weiß nicht, wie lange der Studiengang noch als zukunftsrelevant bezeichnet werden kann, aber im Moment ist er das auf jeden Fall.

3. Hat das Studium deine Sicht auf Natur und Klima verändert? Falls ja, inwiefern? Wie stehst du selbst zum großen Thema Klimawandel?

Ich weiß nicht ob es der Studiengang war, der meine Sicht auf Natur und Klima verändert hat oder ob es eher die Leute waren, die mich in dieser Zeit begleitet haben. Auf jeden Fall wird man für dieses Thema sensibilisiert. Ich denke, mir wurde klar, wie wichtig unsere Natur für uns ist und ich hoffe, dass es anderen Menschen auch so geht umso mehr das Thema in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Jeder kann zum Beispiel auf die Plastiktüten beim Einkaufen verzichten oder zu Fuß einige Besorgungen machen. Das sind Kleinigkeiten, aber auch diese würden unserer Natur gut tun.

4. Hat dich dieses Thema schon immer interessiert oder wie bist du auf diesen Studiengang gekommen?

Ich bin eher durch Zufall auf diesen Studiengang gekommen. Nach dem Abi wollte ich in Richtung Wirtschaftswissenschaften gehen, da mich diese in meiner Schulzeit schon interessiert haben. Aus diesem Grund habe ich mir am Studieninformationstag die Universität Hohenheim angeschaut. Hier hat mich dann die Präsentation des Studiengangs Nachwachende Rohstoffe und Bioenergie noch mehr in ihren Bann gezogen, als es bei den Wirtschaftswissenschaften der Fall war. Ich fand es total interessant und war einfach begeistert von der Uni und dem Thema.

Allerdings heißt das nicht, dass ich zuvor kein Interesse am Thema Klimawandel und Natur hatte. Ich habe vor dem Abi ein landwirtschaftliches Praktikum und eine Ausbildung gemacht und war schon immer nah an diesem Thema. Nur wusste ich nichts von einem solchen Studiengang.

5. Können Erneuerbare Energien irgendwann ein ganzes Land/die ganze Welt mit Energie versorgen oder ist dieser Gedanke vollkommen utopisch?

Ich kann hier nur meine Meinung äußern, denn darüber wird oft diskutiert. Ich denke, dass es nie ganz ausreichen wird, nur erneuerbare Energien einzusetzen, außer es entwickelt sich noch etwas Beständigeres. Jede erneuerbare Energie hat ein großes Defizit, wenn man es genauer betrachtet. Bei der Bioenergie ist es die Teller-Tank-Diskussion, also anders ausgedrückt, die Flächenbegrenzung unseres Planeten und bei Solar oder Photovoltaik ist es die Herstellung und Entsorgung der Panels. Solche Beispiele findet man für nahezu jede Art der Energiegewinnung und sind Gründe für meine Zweifel.

Marions Buchtipp

Nachwachsende Rohstoffe

Nachwachsende Rohstoffe sind ein fester Bestandteil der Energiewende. Welche Feldfrüchte eignen sich, wo stecken die Vor- und Nachteile? Das Buch gibt einen kompakten Überblick über das Gesamtgebiet über das zukunftsweisende Thema der nachwachsenden Rohstoffe.

Dieses Buch begleitet nicht nur Studenten im Studiengang NaWaRo sondern betrifft alle Agrarwissenschaften. In neun Hauptkapiteln werden die Erzeugungs- und Konversionsketten dargestellt.

Du bist ebenfalls Student/in und suchst nach der passenden Lektüre für dein Seminar oder für die Prüfungsvorbereitung? Dann besuche uns auf http://www.utb-shop.de