Der Klügere liest rot.

Natalie

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Unser Studiertier Megi ist 24 Jahre alt und studiert Germanistik an der Universität Mannheim. Bei utb absolviert Megi ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Megi stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind – und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Megi hast oder selber vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Studiertier trifft Natalie

Natalia ist 23 Jahre alt und studiert an der Ionischen Universität in Griechenland Audiovisuelle Medien. Studiertier lag mit ihr in der Sonne und sprach darüber...

1. Du studierst "Audiovisuelle Medien". Was genau versteht man darunter und was kann man später damit machen?

Solch ein Studiengang bereitet den Studierenden für eine Karriere in Film, Ton, Graphic Design, Druck oder/und digitale Medien vor. Es ist eine relativ neue Branche und bietet eine große Vielfalt an Jobs sowie Weiterbildungen.

2. Du bist an der Ionischen Universität auf Korfu eingeschrieben. Wieso hast du dich für einen Studiengang im Ausland entschieden? Gab es kein deutsches Pendant?

Es gibt manche Studiengänge in Deutschland für Audiovisuelle Medien (die Hochschule für Medien in Stuttgart bietet einen der besten), aber um ehrlich zu sein, waren die zwei wichtigsten Gründe für meine Entscheidung:

1) die hohen Studiengebühren in Deutschland

2) ich wollte meine Studentenjahren weit weg von meinen Eltern genießen. Ich war 17, als ich fortging.

3. Bei deinem Studiengang muss ich ständig an Fernsehen denken. Welche Rolle spielen Film und Fernsehen im Studium? Muss man ein richtiger Kenner sein, um Spaß zu haben?

Film und Fernsehen sind zwei Medien die sich ständig weiterentwickeln, sei es durch technischen Innovationen oder neue künstlerische Methoden und Trends. Erstens muss man sich entscheiden ob man sich im technischen (Kamera, Bühne, …) oder im künstlerischen Bereich (Regie, Schnitt, ...) beschäftigen will. Ein Techniker muss sich mit neuen Technologien auseinandersetzen und ein Regisseur oder ein Schriftsteller muss sich mit neuen sowie alten Trends beschäftigen. Mann muss also, um gut zu sein, ein richtiger Kenner sein.

4. Welche Aufbaumöglichkeiten gibt es nach dem Bachelor-­Abschluss? Bleibst du für den Master in Griechenland?

Ich weiß noch nicht, ob ich einen Master mache, und nein, ich bleibe nicht in Griechenland. Wie gesagt, Audiovisuelle Medien sind eine neue Branche und es gibt in Griechenland nicht den "Markt" dafür. In Deutschland ist es eine ständig wachsende Branche, und kulturelle Sachen bekommen größeres Funding als in einem so stark durch die Wirtschaftskrise geschwächten Land.

5. Auf was muss man sich als Erstsemester einstellen, wenn man so einen Medien-­Studiengang ausgewählt hat? Wurdest du negativ überrascht, als du die Vorlesungen besucht hast?

Im ersten Semester ist alles theoretisch, da man die Grundkenntnisse erst mal lernen muss. Die praktischen Fächer kommen später. Am Anfang war ich zu aufgeregt, um etwas negativ zu sehen. Das kam später, als manche Professoren nicht genug Wissen hatten um unsere nicht mehr "erstsemestrigen" Fragen zu beantworten. Manche Fächer haben vielversprechende Namen, und sind dann doch nichts besonderes.

Etwas frustrierendes waren die künstlerischen Fächer wie Video Art. Um nicht durchzufallen, musste man sich auf sie ästhetischen Bevorzugungen des entsprechenden Lehrers anpassen, die sehr oft nicht deinen eigenen übereinstimmen.

Natalies Buchtipp

Einführung in die Film- und Fernsehwissenschaft

Im Mittelpunkt dieses vollständig überarbeiteten, aktualisierten und erweiterten Lehrbuchs stehen Modelle und Instrumentarien zur Analyse unterschiedlicher Filmgattungen und Fernsehformate. Dabei werden insbesondere die Einbettung von Film und Fernsehen in den gesellschaftlichen Kontext, filmische Organisationsstrukturen, Programmformen, Zeichenstrategien, Kameratechnik, Montageformen, Erzählweisen und die kulturellen Bedeutungsschichten des Films berücksichtigt. Kapitel zur Filmgeschichte, zur Geschichte der Film- und Fernsehtheorie und den „Neuen Medien“ runden die Einführung ab.

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