Der Klügere liest rot.

Sabine

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Unser Studiertier Faye ist 24 Jahre alt und studiert Germanistik und Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen. Bei utb absolviert Faye ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Faye stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind - und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Faye hast oder selbst vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Studiertier trifft Sabine

Sabine ist 24 Jahre alt und studiert Rehabilitationswissenschaften im Master an der Uni Köln. Studiertier hat sie sich geschnappt und fragt...

1. Den Studiengang Rehabilitationswissenschaften gibt es in der Form nicht so häufig in Deutschland – warum hast du dich für Köln entschieden und was macht ihr in dem Studiengang?

Das stimmt, den Master Rehabilitationswissenschaften gibt es in Dortmund, Berlin und Köln. Ich habe mich für den Master in Köln entschieden, weil mir die angebotenen Studienschwerpunkte zugesagt haben. Diese beziehen sich stark auf die Klientengruppen und Berufsfelder, in denen man später arbeiten kann. Ich habe die Schwerpunkte „Menschen mit psychischer Beeinträchtigung“ sowie „Prävention und berufliche Rehabilitation“ gewählt. Studieninhalte sind dabei beispielsweise Diagnostik und Therapie bei psychischen Beeinträchtigungen und rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen für eine berufliche Rehabilitation.

2. Praxiserfahrung ist für einen sozialen Beruf ja sehr wichtig. Sind Praktika auch in dem Studium vorgesehen oder bleibt dafür erst mal keine Zeit? Für wie wichtig hältst du die Praxis neben dem Studium?

Für das Studium ist ein Berufsfeldpraktikum von einem Monat in Vollzeit vorgesehen. Das ist meiner Meinung nach ein ausreichender Umfang, da die meisten Masterstudierenden schon wissen, wo sie hinmöchten und die meisten neben dem Studium schon relativ viel Berufserfahrung haben. Ich halte die Praxis neben einem sozialen Studium für sehr wichtig. Gerade die Arbeit mit Menschen kann man einfach nicht nur in der Theorie lernen. Und gerade in der Praxis kann man sehr gut herausfinden, in welchem Feld man arbeiten möchte und in welchem eher nicht. Die praktischen Erfahrungen können dann wiederum lenken, womit man sich theoretisch im Studium auseinandersetzen möchte. Ich denke, das ist der Idealfall: Wenn man durch gegenseitige Bereicherung von Theorie und Praxis seinen Weg durch die Universität geht.

3. Hattest du Erwartungen an dein Studium, die bisher nicht erfüllt wurden?

Da ich erst im ersten Mastersemester bin, ist das schwierig zu beantworten. Ich hatte vor allem die Erwartung, dass ein Master inhaltlich viel tiefergehend ist und in der Hinsicht bin ich bisher enttäuscht worden, da sich viele Inhalte aus dem Bachelor wiederholen. Aber das wird sich mit Sicherheit im Laufe des Studiums noch ändern.

4. Du kommst aus einer Kleinstadt und hast deinen Bachelor in Dortmund gemacht, wie ist es nun für dich in einer großen Stadt wie Köln zu leben?

Die ersten Monate hier in Köln waren wie jeden Tag Städtetrip für mich. Die Stadt entdecken, nette Menschen treffen, Essen gehen… Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit 14 Jahren zum Geburtstag von meinen Freundinnen eine Reise nach Köln in die Jugendherberge geschenkt bekommen habe. Das war sehr aufregend, genauso wie jetzt die Anfangszeit für mich in Köln.

5. Wie geht es für dich denn nach dem Studium weiter? Hast du schon Vorstellungen oder Ideen, wie dein Leben nach dem Studium aussehen soll?

Nach dem Studium sehe ich mich ziemlich sicher nicht mehr in einer Großstadt leben, das ist für eine gewisse Zeit sehr schön, ich vermisse jedoch auch die Ruhe und Weite des Kleinstadtlebens. Und beruflich gesehen bin ich ziemlich offen, zurzeit interessiere ich mich stark für die Arbeit mit Menschen mit Autismus. Irgendwann nach dem Studium könnte ich mir auch noch vorstellen, eine systemische Beraterausbildung zu machen. 

Sabines Buchtipp

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