Der Klügere liest rot.

Saskia

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Unser Studiertier Julia ist 25 Jahre alt und studiert Literaturwissenschaft an der Universität Stuttgart. Bei utb absolviert Julia ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist also eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Julia stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind – und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Julia hast oder selber vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Studiertier trifft Saskia

Saskia ist 24 Jahre alt und schreibt gerade ihre Masterarbeit in Chemie an der Universität Heidelberg. Studiertier hat sie sich geschnappt und über das Herstellen von Zaubertränken ausgequetscht…

1. Wie kamst du dazu Chemie zu studieren?

Schon während der Schulzeit hat mir Chemie Spaß gemacht, vor allem auch weil unser Lehrer die Inhalte auf eine interessante und spannende Weise vermittelt hat. Nach dem Abi schwankte ich zwischen den Studiengängen Pharmazie und Chemie. Da die Fächer vor allem in den ersten Semestern sehr ähnliche Inhalte haben, habe ich mich in Chemie eingeschrieben, um zu testen, ob mich die Inhalte überzeugen, mit dem Hintergedanken mich immer noch in Pharmazie umschreiben zu können. Das war dann aber nicht nötig, da mir die Abwechslung zwischen Vorlesungen und Laborpraktika sehr gefallen hat.

2. Kann ich mir deine Arbeit ein bisschen so vorstellen wie den Zaubertränkeunterricht bei Harry Potter? Oder sieht deine Arbeit völlig anders aus?

Von der Idee her geht es auf jeden Fall in die Richtung. Grundsätzlich arbeiten wir auch mit „Rezepten“, sogenannte Synthesevorschriften, die angeben, was nacheinander vermischt werden sollte. Manchmal dampft und raucht es zwar auch, aber größtenteils ist es unspektakulärer, als man es sich vorstellt.

3. Ist dein Studium gefährlich? Hast du z.B. schon einmal einen Unfall im Labor erlebt? Muss man als Frau extra vorsichtig sein mit langen Haaren, lackierten langen Fingernägeln usw.?

Man muss auf jeden Fall bestimmte Sicherheitsvorschriften beachten, da der falsche Umgang mit Chemikalien gesundheitsgefährdend sein kann. Einen schlimmeren Unfall habe ich noch nicht erlebt, aber die meisten meiner Klamotten haben Löcher. Klar muss man als Frau die Haare zurückbinden und auch lackierte Fingernägel überleben die Lösungsmittel im Labor nicht lang, aber das ist für die meisten Frauen in der Chemie kein Problem.

4. Was könntest du Interessantes/Spannendes zusammenmischen?

Schwierig zu sagen, da z.B. die Verbindungen, die ich zur Zeit in meiner Masterarbeit herstelle schon sehr speziell sind und für die meisten Leute auf den ersten Blick vielleicht langweilig wirken, jedoch für die Forschung interessante Erkenntnisse ermöglichen.

5. Wie sieht dein Studienalltag aus? Sitzt du mehr in Vorlesungen oder stehst du mehr im Labor?

Im Bachelor hatte ich vormittags Vorlesungen und nachmittags Laborpraktika. Das Studium ist relativ zeitaufwändig, da man meistens von Montag bis Freitag den ganzen Tag in der Uni verbringt. Im Master war die Zeiteinteilung flexibler und auch die Vorlesungsauswahl ist nicht mehr so stark festgelegt. Dadurch kann man sich seinen Stundenplan nach Interesse zusammenstellen und in unterschiedliche Forschungsgruppen Erfahrungen sammeln.

Saskias Buchtipp

Spektroskopie

Spektroskopische Methoden gehören seit Jahrzehnten zu den Standard-Analyseverfahren in der Chemie und in anderen Naturwissenschaften. Dieses Werk gibt einen neuartigen Überblick über die Spektroskopie: Anstelle der methodischen Ordnung – nach Wellenlängen – wird sie nach ganzheitlichen physikalischen Aspekten beschrieben.

Das Buch ist eine Einführung in die UV/Vis-, NIR-, IR-, ESR- und NMR-Spektroskopie. Mittels einer Vielzahl von erklärenden farbigen Grafiken bietet es einen umfassenden Überblick über diese Methoden und deren gemeinsame physikalische Basis, nämlich die reversible Absorption von Energie aus dem jeweiligen Bereich der elektromagnetischen Strahlung.

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