Der Klügere liest rot.

Jenny

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Unser Studiertier Jenny ist 22 Jahre alt und studiert im Master Deutsche Literatur an der Universität Tübingen. Bei utb absolviert Jenny ihr 3-monatiges Verlagspraktikum im Bereich Marketing.

„Studiertier fragt“ ist eine Aktion von Studenten für Studenten. Die Fragen, die Jenny stellt, stammen nicht nur von ihr selbst, sondern auch von Freunden und Kommilitonen. Damit die Interviews immer interessant und abwechslungsreich sind - und es auch in Zukunft bleiben.

Wenn du Fragen an Jenny hast oder selbst vom Studiertier ausgequetscht werden möchtest, schreibe einfach eine Mail an volontariat(at)utb.de

Studiertier trifft Aldin

Aldin ist 21 Jahre alt und studiert im 4. Semester Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er spricht davon, wie er eine Klausur über ein virtuelles Unternehmens-Planspiel geschrieben hat und was er als Werkstudent bei utb macht.

 

1. Wie kommt man als gebürtiger Tübinger, der die Uni vor der Nase hat, dazu, in Stuttgart zu studieren?

Da der Studiengang „Medienwirtschaft“ nur an der Hochschule der Medien in Stuttgart angeboten wird, war für mich die Entscheidung damals relativ eindeutig. Zudem wollte ich nach 18 schönen Jahren in Tübingen auch mal eine neue, größere Stadt kennenlernen. Tübingen fühlt sich nach so vielen Jahren wie ein „großes Dorf“ an. Man kennt jede Straße, jede Bar und alle möglichen Aktivitäten. Dennoch bleibe ich dabei: Tübingen ist die schönste Stadt in Baden-Württemberg, wenn nicht sogar in ganz Deutschland. Ich persönlich finde, dass Tübingen die perfekte Studentenstadt ist, nur eben nicht, wenn man dort aufgewachsen ist. Ich bin der Überzeugung, dass ein erfülltes Studentenleben eher in einer fremden Stadt als am Heimatort möglich ist. Denn dort kommen mehr Aspekte zum Studentenleben hinzu, als nur zur Uni zu gehen. Man muss die Wäsche selber waschen, eine Wohnung sauber halten, neue Kontakte knüpfen, Freunde finden und vieles mehr.

2. In deinem Studium kann man sich am Ende für eine Richtung entscheiden. Welche Richtung strebst du an? Auf welche Medien willst du dich beruflich fokussieren?

Im Studiengang „Medienwirtschaft“ gibt es – nach Abschluss des Grundstudiums (1. und 2. Semester) – die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Dies ist jedoch keine Pflicht. Man kann eine Spezialisierung in die wirtschaftliche Richtung (Schwerpunkt Management) wählen oder in die konzeptionelle Richtung (Schwerpunkt Konzeption und Analyse). Ich selbst habe keinen Schwerpunkt gewählt. Der Grund hierfür ist, dass ich mich nicht schon so früh eingrenzen lassen will. Zudem steht es mir dadurch offen, meine Vorlesungen frei zu wählen. Man kann somit auf beide Pools zugreifen und sich die spannendsten Vorlesungen aussuchen.

Es ist schwer zu definieren, auf welche Medien ich mich gerne fokussieren würde, da Medien nicht so klar zu trennen sind und im späteren Berufsleben eher crossmedial auftreten. Dennoch liegt bei mir der Fokus für die Zukunft darauf, einen Beruf zu finden, der die drei großen Themenfelder Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verknüpft.

3. Wieviel Praxisanteil gibt’s in deinem Studium?

Das Tolle an meinem Studium ist der außergewöhnlich hohe Praxisanteil und die damit verknüpfte stetige Abwechslung im Unialltag. Die Hochschule der Medien bietet enorm viel Abwechslung und Möglichkeiten, sich medienorientiert zu entfalten. Sei es das eigene Hochschulkino, ein TV-Studio, zwei Radiostationen und vieles mehr. In meinem Studiengang liegt der Praxisanteil bei circa 50%. Je höher das Semester, desto weniger Klausuren werden geschrieben, dafür gibt es aber deutlich mehr praktische Aufgaben, die innerhalb des Semesters bearbeitet werden müssen. Wie zum Beispiel die Organisation und Leitung des META (Medienethik-Award), den ich dieses Semester als Pflichtprojekt hatte. Dabei handelt es sich um einen studentischen Medienethik-Award, bei dem Journalisten für ihre herausragende Arbeit ausgezeichnet werden. Der Gewinner wird während des Semesters in einer Vorlesung von den Studierenden ausgewählt. Daraufhin wird das Event von einem studentischen Team organisiert und geleitet. Auch das Drehen eines eigenen Kurzfilms oder das Verfassen eines Skripts für eine TV-Show waren Teil meines Grundstudiums. Die Vorlesungen sind so gestaltet, dass nie Langeweile entstehen kann, da sie nicht nach Schema F organisiert und aufgebaut sind. Zum Beispiel meine Vorlesung aus diesem Semester, „Wirtschaft - Rechnungswesen“: Diese beinhaltete über das gesamte Semester ein Planspiel in Gruppenarbeit. Hierbei besaß jede Gruppe ein virtuelles Unternehmen, das in Konkurrenz zu den Unternehmen der anderen Gruppen aus dem Kurs stand. Am Ende des Semesters wurde dann eine Klausur zu diesem Planspiel geschrieben, bei dem es darum ging, theoretisch fundiertes Wissen mit seinem eigenen Unternehmen aus dem Planspiel zu verknüpfen.

4. Du bist Werkstudent bei utb. Wie bist du dazu gekommen und was sind deine Aufgaben?

Auf die Stelle als Werkstudent bei utb bin ich durch eine interne Stellenanzeige an meiner Hochschule aufmerksam geworden. Ich habe mich explizit auf die Suche nach Werkstudentenstellen in einem Verlag gemacht, da ich die Verlagsbranche während meines Studiums kennenlernen wollte, um so für das spätere Berufsleben entscheiden zu können, ob ich diese Richtung weiterhin verfolgen möchte.

Meine Aufgaben bei utb sind äußerst vielfältig. Ich bin hauptsächlich für den Testleser-Service verantwortlich. Dabei stehe ich in ständigem Kontakt mit Studierenden und verwalte den gesamten Service. Zudem bin ich Teil des Marketing-Teams, was mir ermöglicht, auch anderweitig tätig zu werden. So nehme ich aktiv bei der Gestaltung von verschiedensten Aktionen teil, die sich vor allem an Studierende richten. Durch die Vielfältigkeit in meiner Werkstudentenstelle vergehen mir die Lust und die Motivation nie. Im Team kann jeder seine Meinung einbringen und so lerne ich, wie das theoretische Wissen aus der Uni in der Praxis umgesetzt werden kann.

5.      Du warst vor Beginn deines Studiums auf Reisen in Südostasien. Inwiefern hat dich diese Reise geprägt?

Die 3-monatige Reise nach Südostasien (Vietnam, Thailand und Indonesien) war definitiv die beste Entscheidung, die ich nach dem Abitur treffen konnte. Unmittelbar nach dem Abi wusste ich nicht einmal im Ansatz, welche Richtung ich einschlagen will, geschweige denn, welcher Studiengang für mich der Optimale ist. Ich denke, nach dem Abi geht es vielen wie mir. Ich habe mich aus diesem Grund dazu entschlossen, keine voreilige Entscheidung zu treffen, sondern mir ausreichend Zeit zu nehmen, um zu vermeiden, dass ich meinen Studiengang mehrmals wechseln muss, bis ich den richtigen finde. Während der Reise konnte ich mir Gedanken über mein Leben und meine Zukunft machen. So hat sich herauskristallisiert, welchen Interessen ich nachgehen will und was ich mir als zukünftigen Beruf konkret vorstellen kann.


Aldins Buchtipp

Kritisches Denken und Argumentieren

Kritisches Denken wird heutzutage von Studierenden häufig eingefordert, ohne dass ihnen erklärt wird, was genau darunter zu verstehen ist. Das Buch zeigt auf verständliche Art und Weise, was kritisches Denken bedeutet und wie man seine eigenen Meinungen prüft, begründet und kommuniziert.

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