Der Klügere liest rot.

Interviews mit Studenten: Studiertier fragt

Isabel ist 20 Jahre alt und studiert Internationale Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München.

Isabel ist  20 Jahre alt und studiert gemeinsam mit dem Studiertier  im 3. Semester  Internationale Wirtschaftskommunikation mit Fremdsprache Chinesisch. Sie ist gebürtige Deutsche aus Starnberg und spricht über ihre Erfahrung mit der chinesischen Sprache und Kultur.

Die Fragen, die Isabel gestellt werden, stammen von ihrer Kommilitonin Claudia.

Studiertier trifft Isabel

1.    Wieso hast du dich dazu entschieden, Chinesisch zu lernen?

Ich finde, dass Chinesisch Zukunft hat. Chinesisch ist die meist gesprochene Muttersprache der Welt! Mit dieser Sprache könnte ich mit mehr als einer Milliarde Menschen sprechen. Außerdem steigen dadurch meine Chancen auf einen erfüllenden Job, da die Wirtschaft in China seit über zehn Jahren boomt.

 

2.    Findest du es schwer, in den Vorlesungen mitzukommen?

Nicht wirklich. Da unsere chinesische Dozentin auch Deutsch spricht und ich das Glück habe, in einem besonders kleinen Kurs mit nur vier Studierenden zu sein, können die meisten Fragen leicht geklärt werden. Besonders entscheidend um in den Vorlesungen gut mitarbeiten zu können, ist in meinen Augen die Nachbereitung der Lerninhalte und besonders der neu gelernten Schriftzeichen zu Hause.

 

3.    Gibt es etwas, das dir persönlich besonders schwer fällt beim Chinesisch lernen?

Es sind vor allem die chinesischen Schriftzeichen, die sehr knifflig und schwer zu merken sind.

 

4.    Du warst doch dieses Jahr zwei Wochen in Shanghai auf Sprachreise. Wie fandest du diese Erfahrung und was hast du aus deinem ersten Besuch in China mitnehmen können?

Obwohl Shanghai den Anschein einer etwas „verwestlichten“ Metropole hat, fühlte es sich doch an wie eine vollkommen andere Welt. Mir fiel auf, dass europäische Touristen dort eher selten sind und demnach wie Stars behandelt werden. Das habe ich durch einige Foto-Sessions mit diversen Chinesen am eigenen Leib erfahren. Dabei waren es immer die Chinesen, die mich ansprachen und nach einem gemeinsamen Foto fragten. Es wurde auch sehr geschätzt wenn ich versucht habe, (gebrochen) Chinesisch zu sprechen. Selbst wenn die Grammatik oder Aussprache nicht ideal sind, freuen sich Locals über die Bemühung.

 

5.    Könntest du dir vorstellen, irgendwann in China zu leben?

Nein. Ausschlaggebende Faktoren hierbei sind die Luftverschmutzung und mangelnde Hygienestandards bei der Essenszubereitung. Daher kämen Aufenthalte, die länger als ein paar Monate sind, für mich nicht infrage.

 

6.    Würdest du es anderen empfehlen, Chinesisch zu lernen?

Definitiv! Ich sehe Chinesisch als eine besondere Herausforderung, die mir sehr viel Spaß macht. Auch wenn die vielen Schriftzeichen verwirrend sind, ist die chinesische Grammatik im Vergleich zu anderen Sprachen sogar recht simpel. Da es in Europa nicht so weit verbreitet ist, diese Sprache zu erlernen, sind Chinesisch-Kenntnisse ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Bei Bewerbungsgesprächen oder in Alltagssituationen kann man damit häufig den ein oder anderen Bonuspunkt erlangen.


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